Statement zur Hochwasserkatastrophe in NRW & RLP

Laut aktuellen Nachrichten sind infolge der extremen Regenfälle und Überschwemmungen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz mehr als 106 Mitbürgerinnen und Mitbürger ums Leben gekommen, viele tausende haben traumatische Ereignisse erlebt, um ihre Angehörigen gebangt und Schäden an Haus, Auto und weiterem Eigentum erleben müssen.

Diese Ereignisse machen mich wirklich traurig und ich möchte den Angehörigen, die geliebte Menschen verloren haben, mein ausdrückliches Mitgefühl aussprechen. Es ist jetzt ganz wichtig, die Schäden zu beseitigen, die Infrastruktur wieder aufzubauen und die Bürgerinnen und Bürgern mit finanziellen, unbürokratischen Hilfen schnell zu unterstützen. Zu einem späteren Zeitpunkt ist eine Gedenkveranstaltung sicherlich angebracht, außerdem müssen die Krisenreaktionen analysiert werden, der WDR scheint sich nicht gerade vorbildlich verhalten zu haben. Besonderen Dank möchte ich auch den Hilfskräften, der Feuerwehr, dem Technischen Hilfswerk, den Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr und allen anderen Beteiligten aussprechen, die unermüdlich versuchen, Menschenleben zu retten und die Schäden zu beseitigen!

Es ist jedoch auch wichtig anzusprechen, dass solche Ereignisse immer häufiger auftreten werden.
Richtig, Überschwemmungen und Hochwasser gab es schon häufiger, aber dieses Ausmaß ist ein Novum für unser Land. Die menschengemachte Klimakrise ist für die Zunahme von extremen Wetterereignissen verantwortlich. Besonders die Auswirkung auf den Jetstream lässt die Hoch- bzw. Tiefdruckgebiete lange über eine bestimmte Region verweilen – deshalb sind in Kanada und den USA zurzeit enorme Hitzewellen zu vermelden, während es bei uns enorme Mengen regnet.
Die folgende Grafik des WDR erklärt den Zusammenhang sehr anschaulich:

„Durch den Klimawandel bewegen sich Hoch- und Tiefdruckgebiete langsamer und bleiben länger an einer Stelle.“

Es wurde bereits häufiger vor der Zunahme der extremen Wetterverhältnisse gewarnt, doch scheint es, als würde die Politik lieber „reagieren als zu regieren“. Aber es wird nur noch schlimmer. Wir benötigen Politikerinnen und Politiker, die vorausschauend regieren und die Folgen der Klimakrise erkennen, bevor sie in der Welt zu noch weiterem Elend und Zerstörung führen. Dann habe ich die Hoffnung, dass wir das 1.5 °C-Ziel noch erreichen können. Denn nur so könnten wir die irreversiblen Schäden zumindest gering halten.

Laschet, der in NRW aktiv die Bekämpfung des Klimawandels verzögert, Dörfer für den Abbau von Braunkohle enteignen und zerstören lässt, und die Braunkohlekraftwerke noch bis 2038 laufen lassen will, ist nicht die richtige Person, die die Geschicke des Staates in dieser entscheidenden Phase der Bekämpfung der Klimakrise lenken sollte. Es ist vor allem die Zukunft meiner und kommender Generationen, die die Folgen der Klimakatastrophe ausbaden dürfen, deshalb sollten auch wir über die Maßnahmen entscheiden. Gemeinsam können wir das Schlimmste noch verhindern, aber dafür benötigen wir junge Politikerinnen und Politiker und eine radikale Klimapolitik, die die Probleme an der Wurzel packt.

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