Statement zur UEFA-Entscheidung

Die UEFA hat verboten, die Allianz Arena in München als Reaktion auf die Verschärfung der Anti-LGBTQ-Gesetze in Ungarn zum EM-Spiel „Deutschland gegen Ungarn“ in Regenbogen-Farben aufleuchten zu lassen. Dies sei eine „politische Einstellung“ und dementsprechend im „unpolitischen“ Fußball nicht erwünscht.
Für diese Entscheidung kritisiere ich die UEFA stark: Sich für Menschenrechte einzusetzen, ist nicht politisch – und selbst wenn es dies wäre, mit ihrer Entscheidung biedert sich die UEFA einzig an den Autokraten Ungarns an. Es zeigt, alle Aktionen der UEFA der letzten Jahre, die auf Vielfalt und Respekt abgezielt haben, waren reine Farce – es gab offensichtlich nicht mal einen guten Willen dahinter.
Rosa Luxemburg hat es gut getroffen: „Unpolitisch sein heißt, politisch zu sein, ohne es zu merken!“. Mit ihrer Entscheidung hat die UEFA die Seite der Ausgrenzung und der Totalitären gewählt – eine Welt, die mit dem Fußball nichts zu tun haben sollte.

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